Bericht Donau-Ries-Aktuell zum Bunten Abend

In diesem Jahr entführen die Genderkinger Faschingsfreunde die Besucher der Bunten Abende in die Welt der Fantasie. Ob StarWars, Mary Poppins oder Peter Pan, in Genderkingen waren alle dabei.

Eröffnet wurde der Abend mit dem Einzug des Komitees. Präsident Udo Heiniger und seine Mitstreiter zogen verkleidet als Kaminkehrer und Mary Poppins ein, ehe Hofmarschall Roman Forster mit dem Satz „Es war einmal“ der Tanzgruppe der Marsch Melows in den Saal rief. Für die Kleinsten eine Premiere, sie traten erstmals auf dem Bunten Abend auf und hatten sich das Motto „ Peter Pan & Tinkerbell“ ausgesucht. Weiter ging es mit den Kringle Chipz, Genderkingens kleine Garde. Dieses Jahr mit neuen Kostümen.

Nach dem kleinen Hofstaat folgte das große Prinzenpaar der Genderkinger Faschingsfreunde, begleitet von der großen Garde. Die diesjährigen Regenten , Prinz Kevin I. (Louis) und Prinzessin Jacqueline I. (Munninger)stellten sich den Besuchern vor und begaben sich anschließend zu ihren Plätzen, um den Gardemarsch der diesjährigen Saison zu sehen. Nach dem Walzer des Prinzenpaars und der Ordensübergabe endete der erste Teil des Abends.

Neue Büttenrednerin begeistert Publikum

Der zweite Block wurde vom neuen Tanzmariechen der Genderkinger Faschingsfreunde, Bianca Blekmann, mit einer Mischung aus Tanz und Akrobatik eröffnet. Ihre Partnerin im Tanzduo hatte sich leider verletzt und konnte zur Eröffnung des Bunten Abends nicht mittanzen. Weiter ging es mit Stefanie Fritsch, die zum ersten Mal in der Büt stand. Dabei zog sie ordentlich über die Männer und besonders ihren Mann her und erntete dafür zahlreiche Lacher. 

Weiter ging es mit den Superstarz, die die Besucher mit in die Welt von 1001 Nacht nahmen. Mit dabei waren natürlich Aladin und seine Wunderlampe mit Prinzessin Jasmin sowie zahlreiche Bauchtänzerinnen. Nach der Premiere im vergangenen Jahr waren auch heuer Wum & Josef wieder mit ihrem Dorfspaziergang dabei und erzählten den Tratsch aus dem Ort. So wurden die leerstehende Kartbahn und der Neubau des Kindergartens angesprochen. Dazwischen gab es immer wieder freche Sprüche, die zahlreiche Lacher ernteten. „Was ist der Unterschied zwischen einer Jeans und dem Gemeinderat? Bei der Jeans sind die Nieten draußen.“ Diese brachten auch Genderkingens Bürgermeister Roland Dietz und Landrat Stefan Rößle zum lachen. Zum Abschluss des zweiten Showblocks wurde nochmals getanzt. Die HotAngels brachten die Geschichte des Gestiefelten Katers auf die Bühne im Zollsaal.

Großes Finale mit Showtanz und Prinzenpaar

Den dritten und letzten Block des Abends eröffneten die GFF-Allstarts, die in wechselnder Besetzung schon seit Anfang an, an den Bunten Abenden teilnehmen. Begleitet von einer PowerPoint-Show stand die Einlage unter dem Motto „Bayern geht‘s schlecht.“ Weißbier-Walli begrüßte in ihrer Show neben Hubert Aiwanger auch Uli Hoeneß und Markus Söder, die über  die Lage in Bayern und Genderkingen diskutierten. Außerdem wurden in einem kleinen Einspieler unter anderem die Baderegeln am Naherholungsgebiet in Genderkingen erläutert. Im folgenden Gespräch der Spitzenpolitiker wurde die Absage des Faschingsumzugs in Genderkingen mit der Einführung einer Umweltzone erklärt. „Traktoren, Boxen und Wildbiesler gefährden die Natur,“ stellte Aiwanger fest. Die gelungene Inszenierung wurde mit tosendem Applaus belohnt. 

Schließlich wurde es romantisch: Der Showtanz des Prinzenpaares stand auf dem Programm. Getanzt wurde zu Footloose. Begleitet wurde der Tanz von den Inglorias Balletstars. Das Highlight war natürlich der im Tanz eingebaute Kuss der Paares. Mit stehenden Ovationen wurde der flotte und anspruchsvolle Tanz des Prinzenpaars von den Besuchern honoriert. 

Vor dem großen Finale stand Heike Fischer noch als Wiesn-Vroni in der Büt. Als altgediente Wiesn-Bedinung konnte sie natürlich einiges erzählen. Nach dem letzten Wortbeitrag des Abends rückten die Inglorias Balletstars zur Musik von Star Wars als Sturmtruppler in den Saal. Mit ihrer Show brachten sie die Stimmung, kurz vor dem Finale auf den Siedepunkt. Mit dieser grandiosen Einlage bereiteten sie der Showformation besten Boden. Diese tanzten zum Motto „Walpurgisnacht.“ In einem selbst geschrieben Stück erzählt die Showformation von der Jagd der Gebrüder Grimm auf den Teufel und ihrem scheitern. 

Mit dem großen Finale, bei dem sich alle Aktiven nochmals auf der Bühne präsentierten endete der Bunte Abend mit einem dreifachen "Genderkinger Gaudi!"

Bericht Donauwörther Zeitung zum Bunten Abend in Genderkingen

Mit großem Programm vermitteln die Genderkinger Faschingsfreunde eine „wundersame Show“. Am Ende lässt Präsident Udo Heininger die Bombe platzen.

Viele Märchen handeln von Menschen, die ein Abenteuer erleben. Es passieren Dinge, die es im richtigen Leben nicht gibt. Manchmal treten Fabelwesen auf. Bei manchen Märchen weiß man genau, wer sie geschrieben hat. An dem Märchen, dass die Besucher des ersten Bunten Abends der Genderkinger Faschingsfreunde (GFF) erlebten, haben viele engagierte Menschen mitgewirkt. Für Besucher und Aktive war es jedenfalls eine wundersame Begegnung.

Nicht von ungefähr hatte Präsident Udo Heininger allen, ganz nach dem diesjährigen Motto, eine „wundersame, märchenhafte Zeit“ versprochen. Fünf Stunden wirbelten Tänzerinnen und Tänzer über die kleine „Zoll“-Bühne, feixten Narren in der Bütt und bei Comedy-Darbietungen über das Ortsgeschehen. Der Wortwitz war mitunter derb, aber auch hintersinnig – einfach launig. Und die Fabelwesen? Die waren natürlich auch dabei...

Aber der Reihe nach: Es gibt keinen freien Platz mehr, als der Präsident die Shownacht einleitet und die „Marsch Melows“, also die Bambinis, gleich mal die Herzen der Muttis höherschlagen lässt. Entzückend wie die ganz Kleinen schon versuchen die ganz Großen im Tanz nachzuahmen. Bei den „Kringle Chipz“ sieht das schon anders aus, „geschmeidiger“, wie Hofmarschall Roman Forster als Moderator der Shownacht kommentiert.

Kevin I. und Jacqueline I.

Zehn fesche Mädels bilden ein Spalier, als das Prinzenpaar die Bühne entert – und sich bewundernswerte Blicke im Saal kreuzen: Er, Kevin I. (Louis) ist Torwart, „ein Bär von einem Mann“ (wie ihn so manche im Publikum anhimmelt), Sie, Prinzessin Jacqueline I. wickelt sogar Bürgermeister ...Dietz um den Finger. Kein Wunder, kennt der die Prinzessin doch schon, als diese noch ein Baby war. Was die Tollitäten – auch privat ein Paar – tänzerisch drauf haben, bringt den Saal zum Beben. Da haben die Faschingsfreunde wahrlich einen Volltreffer gelandet.

Mit Bianca Blekmann setzt sich das fort, was als Eindruck bleibt: Genderkingen entwickelt sich zu einer Hochburg des Faschingstanzes. Blekmann muss als Tanzmarie solo wirbeln, denn Tanzmariechen Pauline Schoder ist nach einer Verletzung zum Zuschauen verurteilt. Die „Superstarz“ (zehn fesche Mädels) packen die Wunderlampe aus und zeigen wie auch die „Hot Angels“, wie man durch eifriges Training junge Körper in gummihafte Wesen verwandeln kann.

Apropos Verwandlung: In die Rolle einer „Männerlästerin“ schlüpft Stefanie Fritsch, ein neues Gesicht in der Bütt. Sie jedenfalls scheint sich von keinem Mann mehr „hinters Licht führen“ zu lassen. Christian Wiemer als Opa nimmt Baby Josef Bairlein mit auf einen Spaziergang durchs Dorf. Der alte Mann genießt den Ausflug, aber die schönste Zeit seiner Ehe, so erzählt er, sei die russische Gefangenschaft gewesen. Die beiden verharren an den neuralgischen Punkten Genderkingens: am Enzler-Haus („für einen Swinger-Club zu klein“), am Sportplatz („ein Marienkäfer hat mehr Punkte als die Reserve-Fußballer“) und im neuen Baugebiet („sieben Bagger, aber keine Arbeiter“).

Herzblut, Leidenschaft und Mut zur Improvisation

Dass der Zoll-Saal hinsichtlich Technik und Bühnenbild nur begrenzte Möglichkeiten hat, stört die GFF nicht. Sie machen das mit Herzblut, Mut zur Improvisation und Leidenschaft schnell vergessen. Und sie haben kreative Akteure, wie die Allstars. Alexander Strenge, Dominik Fritsch, Florian Sauter und Martin Schiffelholz treffen sich zu einer Podiumsdiskussion in vertauschten Rollen: Da ist Hubert Aiwanger dabei, Markus Söder ebenso und Uli Hoeneß als Bayerns größter Justiz-Irrtum. Ihre Zielscheibe: die weiß-blaue Politik, aber auch die hohen Grundstückspreise im neuen Genderkinger Baugebiet und die Absage des Faschingsumzugs 2019. Heike Fischer als „Wiesn-Vroni“ mit ihren „Gaudi-Nockerl“ (einem üppigen Dekolette) löst die Stimmung zu mitternächtlicher Stunde.

Währenddessen elektrisiert das Prinzenpaar mit seinem Showtanz, zeigen die Inglourious Balletstars, eine Männer-Tanzgruppe, Muckis und toppen schließlich die Showtänzer alles: Kostüme, Choreografie und tänzerische Elemente machen aus ihrem Musical von der „Walpurgisnacht“ einen Hingucker, der in den nächsten Wochen noch für viel positiven Gesprächsstoff führen wird.

Am Ende packt Udo Heininger noch eine große Überraschung aus: Heuer wird er ja bekanntlich ausfallen – doch im kommenden Jahr 2020 –, so kündigt der Präsident an, wird es in Genderkingen wieder den beliebten Gaudiwurm geben.

 


Quelle: Donauwörther Zeitung

Bildergalerie: Donauwörther Zeitung

Information zum Gaudiwurm 2019

Hallo Freunde des Genderkinger Faschings,

eure meist positiven Kommentare zu dem Beitrag der Donauwörther Zeitung und dem „AUS“ des Genderkinger Gaudiwurms haben uns sehr gefreut.

Das viele Verständnis für unsere Entscheidung macht die Sache im Herzen ein wenig leichter,
wenn es auch eine absolut harte Entscheidung war. Das Ziel war uns immer: dem Dorf, den umliegenden Gemeinden, dem Publikum und vor allem der Jugend einen tollen Umzug und eine besondere Party zu bieten. Ich denke dies haben wir auch immer geschafft. Zu diskutieren, zu verbessern und Probleme zu beseitigen das gehört natürlich in dieser Größe dazu. Da haben wir uns immer bemüht dies in Ruhe und sachlich zu lösen. Auch in den letzten Jahren der Umzüge gab es Probleme und wir hätten verschiedene Lösungen gehabt für die kommenden Jahre.

Die Vorgabe der Behörden ist ein Sicherheitskonzept eines Sachverständigen, das mit erhebliche zeitlichen Aufwand und Kosten verbunden ist. Dies waren auch die AUSSCHLAGGEBENDEN Punkte der Genderkinger Faschings-Freunde den Umzug abzusagen. Es wird nicht darüber nachgedacht ob man einen Umzug,
wenn er kleiner stattfindet, eventuell ohne Sicherheitskonzept durchführen kann. Wir würden dies tun, aber bekommen die Gelegenheit nicht.

Früher war es so: Ein Betrunkener fällt über einen Stein, dann hieß es selber Schuld soll halt weniger trinken. Heute wird zuerst die Frage gestellt: Hätte der Veranstalter den Stein nicht beseitigen können.
Eine 100 prozentige Sicherheit wird es nie geben Und so stirbt leider der Gaudiwurm. Wir werden uns aber nicht unterkriegen lassen, und machen uns jetzt schon Gedanken für den Faschingssamstag.

Gruß Euer Präsident und das gesamte Komitee der Genderkinger Faschings-Freunde

 


Weitere Infos zum Thema:

Bericht Donauwörther Zeitung vom 07.09.2018

Bericht Donauwörther Zeitung vom 28.09.2018

Kommentar von Manuel Wenzel vom 08.09.2018

Bericht Augsburg.TV vom 27.09.2018


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